Sherlock auf Probenfahrt

Wow – war das intensiv! 

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Eine Probenfahrt ist bei den MTS-Musicals gute Tradition. Orchester, Chor, Darsteller, Tänzer – alle proben zunächst parallel in vier Räumen, dann zunehmend auch gemeinsam, bis es am dritten Tag dann die erste Durchlaufprobe gibt, bei denen man dann ein erstes Gefühl für das wirkliche Bühnengeschehen bekommt. 

Doch zunächst: üben, proben, singen, tanzen, geigen, letzte Textlücken im Flur ausmerzen, nach 22 Uhr nochmal den eigenen Song mit Klavierbegleitung, noch unfertige Choreographien werden bis 23 Uhr weiterentwickelt, während drüben im Kaminzimmer nochmal der erste Akt durchgenommen wird. Die Musiker sind schon halb taub und haben allmählich genug von den vielen Süßigkeiten, die sie mitgebracht haben.

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Die Songs sitzen langsam, die Chorstimmen des Finales, die der Komponist peinlicherweise vergessen hat, werden schnell noch ausgedruckt und eingeübt. Einige Techniker kommen zu Besuch, schließlich muss die Lichtregie auf die Szenen passen, das muss vorgeplant werden. Letzte Fotos fürs Programmheft, dann kommt auch noch die Presse – Interviews, Fotos…

Zweieinhalb Tage, und wir haben den erhofften Leistungs- und Motivationsschub. So langsam formt sich eine eingeschworene Gemeinschaft, die zunehmend souverän aufeinander reagiert, die Unsicherheiten ausbügelt, die vor allem mit wahnsinnig viel Einsatz und Energie am gemeinsamen Ziel arbeitet: in 15 Tagen eine Show zu präsentieren, die sowohl Hofheim als auch London würdig ist.

Berthold Mann-Vetter